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Schau mir in die Augen,Kleines!

Baby’s Augenfarbe: ein bisschen Physik und ganz viel Genetik

„Wie niedlich euer Kleines ist! Und so schöne blaue Augen!“ Alle Eltern von Neugeborenen kennen das. Wenn das Baby der Familie und den Freunden präsentiert wird, ist jeder fasziniert von seinen verhältnismäßig großen Augen und von deren intensiver Farbe. Meistens handelt es sich dabei um ein Blau. Umso größer dann die Überraschung, wenn einige Monate später aus den vermeintlich blauen, plötzlich grüne oder braune Augen geworden sind.
Wie erfahrene Eltern unter euch sicher längst wissen, verändert sich die Augenfarbe eines Babys und steht erst im Alter von etwa zwölf bis 18 Monaten hin endgültig fest. Interessant auch: Geschwisterkinder von denselben Eltern müssen noch lange nicht die gleiche Augenfarbe haben. Wie viele von euch noch vom Biologieunterricht wissen, folgt die Genetik ihren ganz speziellen, teilewiese noch ungeklärten Gesetzen.

Alles eine Frage des Melamins

Eigentlich gibt es gar keine farbigen Augen. Was wir als Katzengrün, Rehbraun, Himmelblau und den vielen Schattierungen dazwischen als so typisches persönliches Merkmal beschreiben, ist lediglich eine Frage der Melaminmenge, die sich in der Iris befindet. Genau genommen besteht die Regenbogenhaut aus zwei Schichten, und nur in der unteren von ihr, dem Irisstroma, liegen die für die Augenfarbe ursächlichen Melamin-Pigmente. Wenig Melamin lässt die Augen Blau erscheinen. Das liegt aber nur daran, dass das blaue, im Sonnenlicht enthaltene Licht kurzwellig ist und das Auge einen relativ großen Anteil davon reflektiert. Je mehr Melamin vorhanden ist, desto mehr wandelt sich das Blau hin zu Grün oder zu Braun. Bei den meisten hellhäutigen Säuglingen ist in den ersten Lebensmonaten keine hohe Pigmentkonzentration vorhanden. Ihre Augenfarbe ist somit auf Blau festgelegt. Erst mit etwa einem halben Jahr beginnt der Körper mit der Produktion des Farbstoffs Melanin, der eine Funktion als Sonnenschutz hat. Ab diesem Zeitpunkt passt sich die Augenfarbe ihrer genetischen Anlage entsprechend an. Die Faustregel lautet daher: je mehr Melanin vorhanden ist, desto dunkler ist die Augenfarbe.

Selbst braune Augen von Geburt an können sich verändern

Bei dunkelhäutigen Kindern ist es übrigens anders: sie verfügen von Geburt an über eine gewisse Menge an Melanin und kommen in der Regel mit braunen Augen auf die Welt. Begründet ist dies evolutionsbiologisch: die weniger lichtempfindlichen dunklen Augen sind so in Gegenden mit erhöhter Sonneneinstrahlung besser geschützt. Und doch kann sich auch diese Farbe noch ändern: Mit zunehmender Pigmentkonzentration tendieren sie später zu dunklerem Braun oder Grau hin.
Ein klein wenig kann man aber schon bei den Allerjüngsten mutmaßen, in welche Richtung es mit der Augenfarbe wahrscheinlich gehen wird. Sind die Augen deines Babys eher als helleres Blau einzuordnen, wird es vermutlich beim Blau bleiben. Dunkelblaue Augen hingegen entwickeln sich im Laufe Zeit eher in Richtung Grün oder Braun - wobei Ausnahmen auch dabei immer wieder die Regel bestätigen!

Auch rezessive Gene können die Oberhand übernehmen

Abgesehen vom Wechselspiel der Farbe ist es natürlich für euch interessant zu wissen, welche Augenfarbe letztendlich bleibt. Setzt sich das Grün von Mama durch oder gewinnt das Blau von Papa? Exakt in diesem Fall ist die Chance fifty-fifty. Ansonsten lässt sich nur eine etwaige Wahrscheinlichkeit entsprechend der Dominanzreihenfolge machen. Sie besagt, dass sich Braun am ehesten durchsetzt, gefolgt von Grün, Blau, Grau und sämtlichen Mischformen dazwischen. Theoretisch handelt es sich dabei oft nur um einen minimalen prozentualen Vorsprung, in der Praxis kann es sogar ganz anders ausgehen. Selbst wenn beide Elternteile die gleiche Augenfarbe haben, heißt das noch lange nicht, dass ihr Baby sie auch haben wird. Sicher ist nach heutigem Stand der Wissenschaft, dass die Augenfarbe des Kindes durch mehrere Gene bestimmt wird. Dabei können durchaus auch rezessive Gene zum Tragen kommen, die ein Elternteil besitzt, selbst aber nicht im äußeren Erscheinungsbild darstellt. Will heißen: Selbst wenn ihr als Mama und Papa beide braune Augen habt, kann euer Nachwuchs durchaus grün- oder sogar blauäugig werden. 

Für alle, die es nicht abwarten können, die künftige Augenfarbe ihres Kindes zu erfahren, gibt es im Internet entsprechende Augenfarbenrechner. Bei manchen könnt ihr sogar die Augenfarben der Großeltern angeben, um ein möglichst authentisches Ergebnis zu bekommen. Hundertprozentige Gewissheit habt ihr aber frühestens am ersten Geburtstag des Sprösslings.

 


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