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Wohlfühlfaktor für dein Baby

Kuscheltücher schenken Geborgenheit und stärken das Selbstbewusstsein

Ich erinnere mich noch gut daran, als die damals zweijährige Tochter meiner Freunde nach einer Fahrt durch den Nationalpark Las Canadas del Teide auf Teneriffa aus tiefem Schlaf erwachte und nach ihrem Schmusetuch „Hasi“ verlangte. Es musste irgendwo im Leihwagen sein, schließlich war es immer dabei. Jedoch Fehlanzeige, es war nicht auffindbar. Schließlich fuhren sie den ganzen Weg wieder zurück, bis zum Parkplatz bei der Seilbahn, wo sie Halt gemacht hatten. Und da lag das beim Einsteigen wohl verloren gegangene und nunmehr nicht mehr saubere, aber genauso heiß geliebte Schmusetuch. Glück gehabt - die restlichen Urlaubstage waren gerettet.
Obwohl es sich nur um ein doppelt genähtes, quadratisches Stück Stoff mit einem Häschenkopf und vier nachempfundenen Ohren an allen Enden handelte, war das Objekt ein jahrelanger Begleiter, Trostspender, Beschützer, Vertrauter, Freund und Mutmacher meiner Kleinen. Undenkbar, es gegen irgendetwas Schöneres oder Altersgerechteres auszutauschen - Hasi hatte sogar bei der Einschulung seinen VIP-Platz in der Schultüte sicher. 

Ein Kuscheltuch hat viele Funktionen

Wer sich mal im Freundeskreis umhört, erfährt viele solcher Geschichten. Eine von Pädagogen verfasste Studie über „Die Gefährten der Kindheit“ kommt zu dem Ergebnis, dass die meisten Kinder einen solchen Liebling in Form von Kuscheltuch oder Spielzeug haben. Nur ein Viertel aller befragten Eltern konnte keine derartige Hervorhebung benennen. 
Meist handelt es sich um weiche, anschmiegsame Gegenstände, wahrscheinlich, weil man Kinder von Babyzeit an sowieso eher mit solchen Materialien konfrontiert als beispielsweise mit Spielzeugen aus Kunststoff. Es kann aber auch daran liegen, dass Textilien Gerüche besser aufnehmen und bewahren; eine wichtige Eigenschaft, um gerade kleineren Kindern und Babys über deren ausgeprägten Geruchssinn die Nahorientierung mit einem Gefährten zum Kuscheln zu erleichtern. Das baut Ängste ab und stabilisiert Vertrauen und Bindung.
Übergangsobjekte nennen Fachleute solche Plüschtiere, Schmusetücher und andere Kuschelspielzeuge mit bevorzugtem Stellenwert. Babys können sie in der Phase, sich als eigene Persönlichkeit zu begreifen, Halt geben. Nach den ersten Lebensmonaten beginnen sie zwischen sich und der nächsten Bezugsperson - meist der Mutter - zu unterscheiden, ein Prozess, der mit Gefühlen der Angst, der Enttäuschung oder der Einsamkeit einhergehen kann. Ein Übergangsobjekt schenkt Nähe und Geborgenheit auch in vermeintlich schwierigen Situationen wie dem Einschlafen oder außerhalb des vertrauten Zuhauses. Im Kleinkindalter vertreten die Lieblingsgefährten mitunter die nicht immer anwesenden Bezugspersonen. Sie geben den Kindern, die gerade dann viel Nähe benötigen und schnell Trennungsängste entwickeln, einen gewissen Halt, diese Phase der Ablösung gut zu durchstehen. Eine weitere Funktion hat das Kuschelobjekt beim Rollenspiel. Stellvertretend für das Kind selbst werden mit ihm gerne unangenehme oder beängstigende Begebenheiten aus dem Alltag durchgespielt, sei es der Besuch beim Kinderarzt oder der Auftritt im Kindergarten. Das stärkt die eigene Persönlichkeit. 

Wer bei der Entscheidung „nachhilft“, macht sich das Leben leichter

Für welches Übergangsobjekt ein Kind sich entscheidet liegt nicht in der Macht seiner Eltern, dennoch könnt ihr natürlich mit einem gewissen Angebot und etwas Glück die Auswahl zu eurem Gunsten beeinflussen.
Im Vorteil ist man nämlich beispielsweise, wenn es sich nicht um ein Unikat handelt. Ob billiges Werbegeschenk oder in Handarbeit auf Wunsch gefertigt - hat es erst das Herz eures Kindes erobert und kommt dann abhanden, ist das Drama nicht zu unterschätzen. Optimal läuft es, wenn euer Nachwuchs vielleicht ein paar wenige, unterschiedliche Kuscheltücher (geschenkt) bekommt und sich dann tatsächlich für eines davon entscheidet. Dann tut ihr gut daran, sofort ein identisches Ersatzexemplar zu besorgen, das im Notfall einspringen kann. Im optimalen Fall ist das Schmuseobjekt natürlich waschbar. Zum Glück ist dies heute meist der Fall; das unterscheidet ein modernes, ausgewiesenes Schmusetuch von heute von den einstigen Plüschtieren, die sich weder zum Knabbern, Lutschen oder Kauen qualifizierten und angesichts ihres Innenlebens schon gar nicht zum Waschen oder Trocknen. 
Ein Kuscheltuch ist in der Regel noch anschmiegsamer als ein Kuscheltier, wobei es mittlerweile längst Kompromisslösungen gibt, also Schmusetücher in Form von niedlichen Figuren, die dennoch von der Oberfläche her zum Halten und Kuscheln geeignet sind. Das war übrigens nicht immer so. Früher hatten Kinder eher ein Lieblingskuscheltier - oft in Gestalt eines Teddybären - oder eben ein Tuch. Das konnte eine weiche Stoffwindel bedruckt mit niedlichen Figuren oder eine kleine Decke sein. Wahrscheinlich kennt ihr alle den größten Fan der Schmusedecke: die Comicfigur Linus von den Peanuts. Der kleine Bruder von Lucy macht keinen Schritt ohne seine geliebte Schmusedecke, die er an einem Zipfel haltend hinter sich her schleift.
Ob Decke, Tuch oder Figur - wenn das Kuschelobjekt irgendwann an Attraktivität verliert oder gar peinlich ist, heißt das noch lange nicht, dass die tiefe Verbundenheit mit ihm gekappt wird. Die genannte Studie bringt ans Licht, dass die Hälfte aller Erwachsenen ihren Liebling von einst noch immer besitzt!

 


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