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Hat mein Kind Leistungsdruck?

Leistungsdruck - wenn es unseren Kindern zu viel wird!

Wir leben in einem stressigen Zeitalter. Alles läuft heutzutage schnell ab und es ist schwer, den Alltag zu entschleunigen. Aber nicht nur für Erwachsene ist es oft schwer, dem täglichen Druck auf der Arbeit oder im Privatleben stand zu halten. Bereits Kinder sind von hohem Leistungsdruck geprägt. In diesem Artikel erläutern wir, was es mit dem Leistungsdruck auf sich hat. 

Warum prägt sich der Leistungsdruck bereits im Kindesalter aus?

Hierfür kann es gleich mehrere Gründe geben. Zum einen liegt es an unserer leistungsorientierten Gesellschaft. Deutsche sind nicht umsonst beliebt auf dem nationalen und internationalen Arbeitsmarkt. Wir gelten als sehr strebsam, pflichtbewusst und pünktlich. Bei diesen Eigenschaften handelt es sich aber längst nicht mehr nur um Klischees, denn genau diesen Attributen wollen wir gerecht werden und internalisieren sie so.
Wir tragen also mit Schuld an dem Leistungsdruck unserer Kinder. Oft werden Kinder schon im Babyalter zu hohen Leistungen gedrängt. Eltern beginnen dann, ihre Kinder mit anderen zu vergleichen. Kann ein anderes, gleichaltriges Kind beispielsweise schon laufen, versuchen viele Eltern dem eigenen Sprössling mit allen Mitteln das Laufen beizubringen. Bereits dieses Vorgehen kann bei dem Kind schon Stress auslösen, weil es gar nicht verstehen kann, wie es diesen Anforderungen gerecht werden soll. 
Auch bei der Spracherziehung fällt erhöhter Leistungsdruck auf. 
Mittlerweile lernen Kinder nicht mehr nur mehrere Sprachen aufgrund des Herkunftslandes der Eltern. Auch Englisch, Französisch oder Spanisch wird früh an die Kinder herangetragen. Oftmals entscheiden die Eltern sich sogar für bilinguale Kindergärten oder Schulen.
Zusätzlich können Faktoren wie musikalische Früherziehung oder sportliche Aktivitäten bei Kindern Stress auslösen. 
Bei all diesen Faktoren gilt aber grundsätzlich, dass es vor allem darauf ankommt, wie Eltern ihren Kindern Erfolge und Misserfolge und damit einhergehende Gefühle vermitteln. 
In der Schule angekommen erhöht sich der Druck. Nun fügt sich damit zu dem direkten, familiären Umfeld noch eine weitere Komponente hinzu.
Nicht zuletzt die Entscheidung zur Verkürzung der Schulzeit ist schuld daran, dass Kinder auch und vor allem schulischem Leistungsdruck ausgesetzt sind. Diese Entscheidung affektiert zudem auch Lehrer. Besonders Lehrern höheren Alters mit langer Beschäftigungszeit fällt es schwer, Schülern die Lerninhalte angemessen zu vermitteln. Durch das fehlende Schuljahr bleiben folglich mehr Kinder auf der Strecke, da die Zeit für individuelle Förderung im Rahmen der schulischen Veranstaltungen fehlt. Die Konsequenz: Eltern müssen ihre Kinder bei der Förderung unterstützen, ob selbst oder durch einen entsprechenden Nachhilfelehrer, was sich sowohl finanziell als auch zeitlich in vielen Familien als schwierig gestaltet. 
Schaut man einmal genauer auf die Schulabgänger der letzten Jahre so fällt auf, dass es seit der verkürzten Schulzeit sowohl mehr Studienabbrecher gibt, als auch weniger Abiturienten, die überhaupt studieren.
Der Druck während der schulischen Ausbildung kann aber auch durch die Erwartungshaltung der Eltern verstärkt werden. Besonders betroffen von hohem Leistungsdruck sind Studien zufolge Kinder aus Akademikerfamilien. Diesen Kindern wird aufgrund der elterlichen Berufslaufbahn oft mehr abverlangt, da man diese erfolgreiche Linie in der Familie beibehalten möchte. Auch ist aufgefallen, dass diese Kinder in der Früherziehung zu hohen Leistungen getrieben wurden. 

Wie erkenne ich, ob mein Kind unter Leistungsdruck steht?

Offen gesagt, müssen Sie es am besten wissen. Niemand kennt ihr Kind so gut wie Sie. Es gibt aber einige Parameter, die auf erhöhten Leistungsdruck schließen lassen:
Am prägnantesten ist wohl die Schulverweigerung. Das sollte generell ein Anzeichen dafür sein, dass etwas nicht stimmt und sie in höchste Alarmbereitschaft bringen. Dafür kann es neben dem Leistungsdruck auch andere Ursachen geben. 
Aber auch normale Symptome wie Bauch -oder Kopfschmerzen können bei häufigem Vorkommen ein Indiz für Leistungsdruck sein. Schlafstörungen, Konzentrationsschwäche und mangelnde Leistungsmotivation sind ebenfalls mögliche Faktoren, die auf Leistungsdruck schließen lassen. Man sollte zudem den Gemütszustand des Kindes beobachten. Ist es oft traurig, schlecht gelaunt, nervös oder überdreht, so kann auch das vom Stress kommen. Es gilt, diese Anzeichen zu erkennen und damit einhergehend schnell zu handeln, denn Leistungsdruck ist nicht ungefährlich und kann zu schwerwiegenden psychischen Problemen führen.

Was kann ich tun, wenn ich erhöhten Leistungsdruck vermute oder erkannt habe?

 Bevor Sie jetzt alles über Bord werfen – entspannen Sie sich!
Das Ihr Kind im frühen Alter schon mehrere Sprachen lernt oder einem Sportverein angehört bedeutet nicht automatisch, dass ihr Kind unter hohem Leistungsdruck steht. Wie vorher bereits angesprochen kommt es vor allem darauf an, wie Sie ihrem Kind beibringen, mit Erfolgen und Niederlagen umzugehen. Loben Sie Ihr Kind beispielsweise gelegentlich auch mal, wenn etwas misslingt und erklären Sie ruhig, wie man es das nächste Mal besser machen könnte. Sollte es für diese Maßnahmen allerdings bereits zu spät sein, können folgende Dinge helfen:
In erster Linie gilt die goldene Regel: „Nur sprechenden Menschen kann geholfen werden“.
Das klingt erstmal komisch, ist aber für den Anfang am effektivsten. So zeigen Sie ihrem Kind, dass Sie das Problem erkannt haben und bereit sind, zu helfen. Die wenigsten Kinder kommen von allein auf ihre Eltern zu und teilen sich mit, weil sie das Gefühl haben, zu versagen. Auch für Eltern ist diese Erkenntnis oft nicht einfach, denn es wird klar, dass auch wir zu dieser Situation unbewusst beigetragen haben. Es hilft Ihnen und auch Ihrem Kind, wenn Sie mit anderen Eltern und den Lehrern sprechen. So werden Sie erkennen, dass Leistungsdruck bei Kindern in der heutigen Zeit gar nicht so unüblich ist und können gemeinsam einen Plan erarbeiten, dies zu ändern.
Ein wichtiger Punkt ist in jedem Fall die Änderung der Freizeitgestaltung. Füllen Sie nicht jeden Tag mit anstrengenden Aktivitäten, sondern lassen Sie Ihr Kind auch einfach mal „Kind“ sein. Das ist zum wichtig für die Entwicklung.
Auch Lernstrategien sollten geändert werden, wenn Sie mit dem alt bekannten nicht mehr vorankommen. Lassen Sie Ihrer Kreativität freien Lauf und bieten Sie dem Kind kreative Lernmethoden an.
In jedem Fall ist es sicherlich auch ratsam, aber vor allem dann, wenn keine Ihrer Verbesserungsmethoden Anklang findet, einen Psychologen aufzusuchen. Dieser kann die Probleme Ihres Kindern sicherlich noch einmal genauer herausstellen und Ihnen wertvolle Tipps oder eine Therapie vorschlagen. 

 


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